Reden statt Spionage

Wie schütze ich mein Kind im Internet?

Es gibt einen breiten Markt an Kinderschutz-Apps, die man auf einem mobilen Endgerät installieren kann. Sie sind teilweise kostenlos oder man zahlt auch schon einmal mehr als 70€ im Jahr. Manche unterstützen Eltern sinnvoll, andere sind eher darauf ausgerichtet, dass Eltern wie Spione Zugriff auf alle Inhalte ihrer Kinder haben. Dies widerspricht der Privatsphäre, die auch Kindern zusteht. Zudem können diese Apps nicht vor allem schützen.

Wichtig ist es daher, dass Eltern mit ihren Kindern sprechen und sie zu reflektierten und kompetenten Mediennutzern erziehen. Kita und Schule kann hier unterstützen, aber Medienerziehung ist auch Elternaufgabe. Durch Gespräche erfahren Eltern zudem, was ein Kind bewegt, welche Apps gerade spannend und aktuell sind oder auch, welche Begegnungen (Bilder, Videos, Kontakte) Angst gemacht haben.

Zudem schützen Eltern ihre Kinder durch aufklärende Gespräche. Sexting sollte dabei besonders angesprochen werden, da hiermit leicht strafbare Handlungen im Sinne des sexuellen Missbrauchs begangen werden können. Kinder und Jugendliche sollten sensibilisiert werden für den Umgang mit eigenen Bildern und denen anderer. Im schlimmsten Fall droht wegen einer Gedankenlosigkeit eine strafrechtliche Verfolgung. Gleiches gilt auch für Bilder und Videos mit Gewaltdarstellungen oder verfassungswidrigen sowie volksverhetzenden Inhalten.

Ein Tipp bei unangenehmen oder strafrechtlich relevanten Chats oder Nachrichten: Absender blockieren oder auch melden und bei Bedarf Hilfe holen.

Weitere Informationen: SchauHin, Artikel „Rechtsfreier Raum“Stiftung Warentest, Jugendschutz.net, Internetbeschwerdestelle.

Schreibe einen Kommentar

65 − 56 =