Pixel-Block

Roblox – ein Spiel für Kinder?

Was ist Roblox?

Roblox ist ein Online-Spiel, das sehr beliebt ist und mehr als 25 Millionen Nutzerinnen und Nutzer im Monat hat. Seit 2019 gibt es eine deutsche Version. Es gibt keine gesetzliche Altersbeschränkung. Besonders Kinder unter 13 verbringen Zeit damit.

Im Spiel werden in einem Studio – Roblox-Studio – virtuelle Welten geschaffen. Vom Stil erinnert es an Lego oder Minecraft. Die Spielenden kreieren Minispiele, die grobpixelig sind.

Pädagogische Bewertungen empfehlen das Spiel erst ab 12 Jahren – aufgrund der Risiken, die damit verbunden sind.

Wie wird Roblox gespielt?

Zunächst erfolgt eine kostenlose Registrierung mit Mail-Adresse, Passwort, Geburtsdatum und Geschlecht. Dann gestaltet man sich einen Avatar.

Nun kann es losgehen und mittels einer leichten Programmiersprache kann man z.B. Parks oder Städte bauen. In den erschaffenen Welten lassen sich Szenen mit dem eigenen Avatar nachspielen. Es lassen sich auch Kreationen anderer Nutzerinnen und Nutzer spielen. Mit anderen kann man via Chat kommunizieren und Freundeslisten anlegen.

Welche Risiken birgt das Spiel?

Jeder kann Spiele kreieren. Jeden Tag entstehen neue Welten. Da es keine Filterung gibt, lässt sich für Jüngere keine Auswahl treffen und es kann daher jeder Tag neue ungeeignete Inhalte geben.

Es gibt weitere Risiken, derer man sich bewusst sein sollte.

  • In-App-Käufe: Mit der Spielwährung Robux (mit echtem Geld gekauft) kann man im Spiel Ausrüstung kaufen. Anbietende sind oft die Entwickelnden selbst.
  • Datenschutz: Bei der Anmeldung werden persönliche Daten abgefragt, die mit einer Tracking-ID eine eindeutige Zuordnung von Nutzerin bzw. Nutzer und Gerät ermöglicht. Der Datenschutz ist nicht ausreichend und es liegt keine Datenschutzerklärung auf Deutsch vor.
  • Cybergrooming oder Cybermobbing: Diese Interaktionsrisiken bestehen aufgrund des vorhandenen Chats. Immerhin gibt es einen Wortfilter, der bestimmte Begriffe erkennt und teilweise verhindert, dass persönliche Informationen veröffentlicht werden. Es gibt zudem eine Blockierfunktion.
  • Gewalt: Da jeder Nutzende selbst Welten kreiert, gibt es Spiele, die für bestimmte Altersgruppen nicht geeignet sind, z.B. Shooter-Spiele (Counter-Blox o.ä.) oder Spiele mit rechtsextremen Inhalten.

Wie lässt sich das Spiel sicherer nutzen?

Ein Spiel lässt sich sicherer nutzen, wenn man sich im Vorfeld mit dem Thema Sicherheit befasst und bestimmte Einstellungen vornimmt. Es lassen sich dadurch Risiken minimieren. Folgende Möglichkeiten helfen dabei.

  • In-App-Käufe: Eltern sollten ihre Kinder über das Prinzip von In-App-Käufen sprechen und ihnen den Mechanismus verständlich machen. Zudem sollte man die Funktion deaktivieren bzw. mit einem Passwort sichern.
  • Privatsphäre: Im Austausch mit anderen Spielenden sollten private Daten nicht preisgegeben werden. Fotos, Telefonnummern oder Adressen sollten privat bleiben. Man sollte sich der Risiken wie Cybergrooming und Cybermobbing bewusst sein und seine persönlichen Daten daher schützen, um das Risiko zu minimieren.
  • Kontoeinschränkungen: Hierdurch kann man verfügen, dass nur Spiele, die auf einer bestimmten Liste stehen, zugänglich sind. Die Liste wird vom Anbieter erstellt und enthält laut diesem jugendfreundliche Spiele. Weiterhin wird die Chat-Funktion eingeschränkt. Eigene Spiele können weiterhin gestaltet werden. Eine PIN der Eltern sichert, dass Einstellungen nicht von Kindern verändert werden können.
  • Einstellungen: Für einzelne Spiele kann man z.B. die Sichtbarkeit von Toten oder Blut ausschalten, um ein Spiel kindgerechter nutzen zu können.

 

Weitere Informationen: Schau hin.

Schreibe einen Kommentar

+ 47 = 50